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Zwischen echtem Nutzen und nachteiligen Effekten

Pling. Samstagabend, E-Mail vom Chef. Ein Unsicherheitsmoment: Erwartet mein Vorgesetzter, dass ich ihm direkt antworte?
Ein Online-Marktplatz für Abteilungsübergreifende Aufgaben und Projekte – eine tolle Chance, meine Fähigkeiten dort einzubringen, wo sie benötigt werden und in Kontakt zu kommen mit anderen Kollegen und Unternehmensbereichen.
Privatleben und Beruf unter einen Hut bringen? – Zeit- und ortsflexibles Arbeiten machen es möglich. Aber bringe ich mich damit karriereseitig nicht ins Aus, weil am Ende doch die Präsenz im Büro zählt?

Kommunikation als zentraler Bestandteil von Führungsarbeit

Für die Unternehmenskultur und Führungsarbeit bedeutet die Digitalisierung eine fundamentale Veränderung. Rollen und Aufgaben ändern sich, die Arbeit wird neu verteilt –zwischen Abteilungen und Beschäftigten, zwischen Mensch und Maschine. Arbeit wird zunehmend komplexer und ist gekennzeichnet durch Vernetzung, Schnelllebigkeit, die stetige Einführung technischer Innovationen und einen permanenten Veränderungsprozess. Durch die Technisierung der Arbeitsplätze, die Implementierung neuer Kommunikations-Technologien, durch die Dezentralisierung von Arbeitsstrukturen und durch vernetztes Arbeiten über Standortgrenzen der Organisation hinaus, wird Kommunikation ein zentraler Bestandteil von Führungsarbeit.

Wie aus neuer Arbeit gute Arbeit wird

Essenziell hierfür sind eine kontinuierliche Reflexion der eigenen Führungsrolle und Zusammenarbeit im Team sowie ein gegenseitiges Erwartungsmanagement im Geiste von Digitalisierung als Gemeinschaftsprojekt. Ein modernes Verständnis von Kultur und Führung setzt dabei auf soziale Kompetenzen, Motivation, Unterstützung und Führung als gemeinschaftlicher Aufgabe in Abteilungen und Teams. Es setzt auf Sinn-Verstehen der Arbeit, ein leistungsgerechtes wie gleichzeitig humanes Arbeitsklima, und Freiräumen zur Mitwirkung. Der Weg führt weg von transaktionaler Führung im Sinne eines Austauschs von Leistung und Gegenleistung hin zu transformationaler Führung, die auf Verhaltensänderungen und die Weiterentwicklung von Beschäftigten fokussiert und gute Arbeit ermöglicht.

Führungskräfte als zentrale Multiplikatoren im digitalen Wandel

Führungsverantwortliche werden zu Vorbildern und Veränderungsmanagern – eine ziemlich große Aufgabe, die nicht einseitig an die Führungskräfte delegiert werden kann: Der Wandel der Führungsrolle muss als Teil der Digitalisierungsstrategie betrachtet werden. Führungskräfte müssen qualifiziert und unterstützt, Kompetenzprofile konkretisiert werden, Personalentwicklungsmaßnahmen für Leitungsfunktionen angepasst und Führungsinstrumente eingeführt werden. Vor allem aber müssen Führungskräfte für den digitalen Wandel aufgeschlossen werden – denn sie selbst sind ja vom Wandel betroffen. Sie sind zentrale Multiplikatoren, von denen der Erfolg des digitalen Wandels maßgeblich abhängt.

Kulturen verändern sich nicht über Nacht

Kulturen verändern sich nicht über Nacht, das ist klar. Aber die Haltung ist entscheidend, mit der das Thema angegangen wird. Mitbestimmung als integraler Bestandteil der Unternehmenskultur und Ausdruck gelebter Demokratie sowie die Bereitschaft für ein gemeinsames Entwickeln und Erproben von Lösungen unterstützen die Gestaltung vertrauensvoller Beziehungen – das höchste Gut im Miteinander der Arbeitswelt.

Projektleitung

Anja Kramer

Tel.: 04131 69967-12

Projektverwaltung

Ina Hämmerling

Tel.: 04131 69967-15

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Das Projekt „Gute digitale Arbeit in Finanzdienstleistungen und Versicherungen gestalten“ wird im Rahmen des Programms „Fachkräfte sichern, weiterbilden und Gleichstellung fördern“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.