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Gute digitale Arbeit in Niedersachsen

Den digitalen Wandel im Dienstleitungsbereich gestalten

Projektlaufzeit

1. November 2016 - 31. Dezember 2017

Projektbeschreibung

Der digitale Wandel der letzten Jahrzehnte verändert zunehmend die Arbeitswelt. Potenziale aufgrund von neuer Flexibilität steht Belastung und Entgrenzung gegenüber. Organisationen befinden sich in vielfachen Veränderungsprozessen und brauchen mehr denn je Beschäftigte, die motiviert und innovativ sind.
Vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium ging der Impuls aus, die Veränderungen der Anforderungen an Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu analysieren und im zweiten Schritt Gestaltungsformen zu entwickeln und zu erproben.

Das Projektvorhaben basiert auf der Studie „Gute digitale Arbeit – Auswirkungen der Digitalisierung im Dienstleistungsbereich“ (https://hannover.verdi.de/gute digitale arbeit in Nds.), die im Juli 2016 vom CIMA-Institut für Regionalwirtschaft vorgelegt worden ist. Hier wurden bereits erste Trends und Gestaltungsbedarfe identifiziert. Im Rahmen des betrieblichen Umsetzungsprojekts sollen nun konkrete Lösungsansätze für Unternehmen und Beschäftigte (branchenspezifisch und übergreifend) realisiert werden.

Die Schwerpunktsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit den Unternehmen und richtet sich nach den aktuellen betrieblichen Bedarfen.

Projektinhalte

  • gewerkschaftsübergreifender Workshop mit dem Thema „Arbeit 4.0 im Dienstleitungsbereich“
  • landesweite Fachtagung zum Thema „Digitalisierung Bereich der Telekommunikation – Herausforderungen für gewerkschaftliches Handeln“ wird vom zuständigen Landesfachbereich für die Telekommunikationsbranche angeboten
  • zwei Diskussionsveranstaltungen in Hannover und Wolfsburg zum Thema Gestaltung von Arbeit 4.0 - Hier soll im Rahmen von dialogischen Formaten mit Beschäftigten, Arbeitnehmervertretern und Unternehmern über Erfahrung mit digitaler Arbeit und technologischen Entwicklungen und daraus resultierende Handlungsbedarfe und Handlungsoptionen diskutiert werden. Referenten und Gewerkschaftsvertreter stellen in Kurzvorträgen Forschungsergebnisse und rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten zur Diskussion.
  • Öffentliche Fachtagungen in den Regionen Oldenburg, Osnabrück, Hannover, Braunschweig und Göttingen. Pro Region sind hier verschiedene Schwerpunktthemen vorgesehen. Diese könnten beispielsweise sein:
    - Digitales Arbeiten in Dienstleistungsberufen
    - Arbeitsplatz- und Arbeitszeitgestaltung im digitalen Zeitalter
    - Arbeits- und Gesundheitsschutz im Zeichen des digitalen Wandels
    - Mitbestimmung in der Clowd: mögliche Ausweitung von Zuständigkeiten von Betriebs- und Personalräten für Crowdworker
    - Die Zukunft der sozialen Sicherung für Soloselbstständige
  • Eine finale Abschlusstagung: Es werden die Projektergebnisse sowie die Handlungsempfehlungen für die Ebenen: Politik, Mitbestimmung, Unternehmen, Beschäftigten und Interessensvertretungen vorgestellt. Die im Rahmen des Projektes entwickelten Tools, Handreichungen und Qualifizierungsformate werden darüber hinaus in ansprechenden Broschüren zur Verfügung gestellt.

Projektumsetzung

Im Rahmen des Projekts können verschiedene, passgenau auf den jeweiligen Betrieb bezogene Maßnahmen durchgeführt werden:

  • qualitative Interviews zu Organisationsstrukturen, Arbeitsabläufen, Personalmanagement, Kommunikation und Information, die sich im Rahmen des digitalen Wandels verändert haben  
  • Analyse der Auswirkungen auf Anforderungen an die Fach- und Führungskräfte
  • Erhebungen zu psychosozialen und gesundheitlichen Belastungssituationen mittels strukturierter und qualitativer Interviews, Anforderungen an das Gesundheitsmanagement
  • Konzipierung und Erprobung von Qualifizierungen, Seminaren und Workshops für Führungskräfte und Beschäftigte
  • Beratung und Begleitung im Rahmen von betrieblichen Digitalisierungsprozessen

Projektziele

Zielsetzung des Projektes ist es, in ausgewählten Unternehmen Hindernisse und Erfolgsfaktoren für die Gestaltung guter digitaler Arbeit zu identifizieren und auf Basis der Ergebnisse Qualifizierungskonzepte für Fach- und Führungskräfte sowie Interessenvertretungen zu entwickeln. Besonderen Wert haben hierbei sozialpartnerschaftliche Lösungsansätze. Im Kern geht es um die Analyse und Beschreibung von best practice-Beispielen.

 

Projektpartner

  • T-Systems
  • NDR
  • Deutsche Rentenversicherung

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